Online buchen
DE
EN

Bregenzer Festspiele

Auf der Seebühne zeigen die Bregenzer Festspiele 2020 die Oper Rigoletto von Verdi.

Rigoletto 2019

Rigoletto

Ein großer Narrenkopf ragt aus dem Bodensee. Sein friedliches Gesicht kann sich in einen lüsternen Frauenverächter und eine schreiende Fratze verwandeln. Seine Halskrause wird zur Spielfläche für eine ausgelassene Festgesellschaft. Magisch kann der Narr seine rechte Hand bewegen, während seine linke das untere Ende eines riesigen Ballons fest umklammert. Philipp Stölzls und Heike Vollmers wagemutiges Bühnenbild präsentiert Giuseppe Verdis Oper zwischen schaurigem Spektakel und innigem Kammerspiel.

In seiner weltberühmten Arie »La donna è mobile« offenbart der Herzog sein zynisches Credo: Frauen seien unbeständig und ver­logen, doch für sein Glück müsse der Mann von der Liebe zu ihnen kosten. Tatkräftig unterstützt der Hofnarr Rigoletto den Herzog bei dessen Eroberungen, bis seine eigene Tochter in dessen Fänge gerät.

Die angebotene Hilfe eines Auftragsmörders kommt ihm da zur Rache gerade recht. Doch der über ihn ausgesprochene Fluch wird Rigoletto zum Verhängnis.

Einzigartig erzeugt Verdis Musik für jeden Moment eine packende Atmosphäre. Dem zirkushaften Treiben auf dem Fest, der waghalsigen Entführung und dem gruseligen nächtlichen Sturm stehen intime Szenen zwischen Vater und Tochter sowie Gilda und dem Herzog gegenüber.

Das Sommerfestival am Bodensee präsentiert Rigoletto als Spiel auf dem See. Die Oper von Giuseppe Verdi eröffnet am 22. Juli die kommende Festspielsaison, bis zum Saisonschluss am 23. August stehen 27 Seebühnen-Vorstellungen auf dem Programm.

Magische Momente am See

Eine lauwarme Sommerluft liebkost die Haut, auf der sanft gekräuselten Wasseroberfläche tänzelt das glutrot-glitzernde Spiegelbild der am Horizont versinkenden Abendsonne, es duftet nach einer mediterranen Nacht und grandioser Oper.
Willkommen bei den Bregenzer Festspielen, willkommen am Bodensee vor der einzigartigen Kulisse der Bregenzer Seebühne.
Mit einem betörenden Kunstgenuss für wahrhaft alle Sinne spielt sich das Festival jeden Sommer aufs Neue in die Herzen des Publikums.

Vorplatz Bregenzer Festspiele | (c) Foto: andereart, Bregenzer Festspiele GmbH

Inmitten einer bezaubernden Landschaft...

... im westlichsten österreichischen Bundesland Vorarlberg gelegen, präsentieren die Bregenzer Festspiele aber nicht nur unter freiem Himmel hochkarätige Kunst:

Ob unvergessliche Opern-Uraufführungen und konzertante Kostbarkeiten im Festspielhaus, Unerhörtes im Rahmen von Kunst aus der Zeit auf der Werkstattbühne oder berührende Kleinode der Opernliteratur im Vorarlberger Landestheater.

Das Sommerfestival lockt in den Monaten Juli und August mit mehr als achtzig Aufführungen rund 200.000 Besucher in das Dreiländereck zwischen Alpen und Bodensee. Aus künstlerischem Anspruch und der Leidenschaft für das Außergewöhnliche entstehen magische Momente am See.

Gründung, Geschichte und Entwicklung

1946

Auf zwei Kieskähnen - einer für die Bühnenaufbauten von Mozarts Jugendwerk Bastien et Bastienne, der andere für das Orchester - fand ein Jahr nach Ende des Zweiten Weltkrieges die erste Bregenzer Festwoche statt. In einer Stadt, die damals nicht einmal über ein Theater verfügte, schien die Idee, Festspiele abzuhalten, aberwitzig, doch die Notlösung, den schönsten Teil der Stadt - den Bodensee - als Bühne zu wählen, erwies sich als durchschlagender Erfolg.

Besucher aus Österreich, Deutschland, der Schweiz und aus Frankreich liessen das Festival schon im ersten Bestandsjahr zu einem internationalen Ereignis werden. Von Beginn an bildeten die Wiener Symphoniker das Festspielorchester und haben bis heute grossen Anteil an der Entwicklung und dem Erfolg des Festivals.

2006

Der Sommer 2006 stand vor allem im Zeichen des neu sanierten Festspielhauses – des „schönsten Geburtstagsgeschenks zum 60-jährigen Festspieljubiläum“, wie es Festspielpräsident Günter Rhomberg nannte: „Endlich war es in diesem Sommer möglich, dem Publikum unser Programm in einer Infrastruktur darzubieten, die der Qualität der Festspielaufführungen gerecht wird.“

Das Spiel auf dem See Der Troubadour, konnte sich unter die erfolgreichsten Opern auf der Seebühne der vergangenen zehn Jahre einreihen: 301.573 Besucher sahen in zwei Jahren die spektakuläre Inszenierung von Robert Carsen und Paul Steinberg.

Einhellige Begeisterung bei Kritik und Publikum gab es für die Oper im Festspielhaus Der Untergang des Hauses Usher von Claude Debussy: In der ersten Opernproduktion im Rahmen der Bregenzer Festspiele auf der Bühne des neu renovierten Festspielhauses gelang es auf einzigartige Weise, Debussys Ballette Prélude à l’après-midi d’un faune und Jeux sowie den neu vollendeten Operneinakter Der Untergang des Hauses Usher zu vereinen.

Die zeitgenössische Programmreihe Kunst aus der Zeit und die Orchesterkonzerte erzielten Besucherrekorde.